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Hochzeitsreportage · Bremen & umzu

Hochzeit im Rathaus Bremen, im Viertel und in der Heldenbar

Standesamtlich heiraten in Bremen heißt für viele: rein ins Rathaus. Und ehrlich, es gibt in dieser Stadt keinen Ort, der einen Trautag so mühelos groß macht. Das Haus steht seit über 600 Jahren am Marktplatz und gehört zusammen mit dem Roland davor zum UNESCO-Welterbe.

Nach dem Ja-Wort ging es durch die historischen Räume, unter anderem in die Güldenkammer mit ihrer goldenen Ledertapete. Da steht man auf einmal in Sälen, an denen sonst nur Besuchergruppen vorbeigeführt werden. Draußen auf dem Marktplatz warteten die Gäste, es gab Umarmungen, Kaffee vom Lastenrad und ziemlich viel Sonne.

Für die Paarbilder sind wir ins Viertel gelaufen, vorbei am Cinema Ostertor, durch Straßen mit Altbauten, Fahrrädern und Graffiti an den Wänden. Kein Postkarten-Bremen, sondern das Bremen, in dem die beiden tatsächlich unterwegs sind. Gefeiert wurde am Abend in der Heldenbar, zwischen Gin-Regal, Galerie über der Bar und Panna cotta im Glas.

Heiraten im Bremer Rathaus

Das Bremer Rathaus ist der bekannteste Trauort der Stadt. Zusammen mit dem Roland davor gehört es seit 2004 zum UNESCO-Welterbe, und wer hier standesamtlich heiratet, bekommt nach der Trauung eine Führung durch die historischen Räume. Diesen Teil unterschätzen viele Paare. Ihr steht auf einmal in der Güldenkammer, dem kleinen Prunkraum mit der goldenen Ledertapete, den Heinrich Vogeler Anfang des 20. Jahrhunderts im Jugendstil gestaltet hat. Bilder wie dort bekommt ihr an keiner anderen Bremer Adresse.

Die Lage macht den Rest. Vor der Tür liegt der Marktplatz mit Dom, Schütting und Bürgerschaft, und ein paar Schritte weiter beginnt der Schnoor mit seinen engen Gassen. Ihr braucht kein Auto und keinen Zeitpuffer für die Fahrerei, ihr geht nach dem Ja-Wort einfach raus und steht im Motiv. Für kleine Hochzeiten ohne großes Programm ist das die entspannteste Variante, die Bremen zu bieten hat.

Und wenn es weniger Postkarte sein soll: Das Viertel rund um den Ostertorsteinweg ist zehn Minuten entfernt und sieht komplett anders aus. Altbauten, Kneipen, das Cinema Ostertor, Graffiti an den Wänden. Gefeiert haben die beiden abends in der Heldenbar, ebenfalls mitten in der Stadt. Genau diese Mischung mag ich an Bremen, viel Geschichte und viel Alltag auf engem Raum. Wenn ihr in Bremen und umzu heiratet, meldet euch gern.

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